Großer Zulauf bei der ersten Informationsveranstaltung Die Feldberginitiative - Lärmschutz am Feldberg, Jetzt! e.V. lud am vergangenen Samstag, den 16. Mai 2009zu einer Informationsveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus in Arnoldshain ein. Obwohl die Feldberginitiative zu ihrer ersten Informationsveranstaltung
nur die Bewohner der Hegewiese eingeladen hat, sind weit mehr als 40 interessierte Bürger der Einladung gefolgt. Weitere Bewohner wären gerne dazu gekommen. Der Bürgermeister von Schmitten, Herr Kinkel, ließ sich entschuldigen. Es kamen jedoch zwei Vertreter der Gemeinde Schmitten. Die Bewohner der Hegewiese haben mit ihrem zahlreichen Erscheinen eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, daß sie des Lärms und der Gefährdungen durch lautstarke Motorradraser überdrüssig sind. Die vielen Zuschriften aus allen Teilen von Schmitten und Umgebung, die wir im Anschluß an die Veranstaltung erhalten haben, untermauern diesen Eindruck.Zu Beginn der Veranstaltung faßten die Vertreter der Feldberginitiative noch einmal die Ziele zusammen, die die Feldberginitiative verfolgt (Tempo 70 km/h auf den Straßen rund um den Feldberg, mehr Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen, kein weiterer Ausbau der Feldbergstraßen zu Rennstrecken und eine aktive Politik gegen den Rasertourismus). Sie machten den Anwesenden deutlich, daß die geforderten Maßnahmen nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könnten, sondern eines längeren Atems bedürfen. Sie berichteten dabei über ihre Erfahrungen im Umgang mit den zuständigen Behörden. Diese versuchen das Problem mit den Motorradrasern zu beschwichtigen und würden sich hinter gesetzliche Vorgaben der EU verstecken. Dabei zeigen Beispiele in Bayern und Nordrhein-Westfalen, daß bei einem entsprechenden Willen die lokalen Behörden zusammen mit der Polizei das Raserproblem in den Griff bekommen können. Die Anwesenden diskutierten die Maßnahmen, die jetzt von der Gemeinde Schmitten gegen die Raser ergriffen wurden. So gilt an der Einfahrt zur Hegewiese Tempo 60 km/h. Außerdem will die Gemeinde neue Blitzlichtanlagen installieren. Viele der Anwesenden zeigten sich erfreut, daß jetzt – nachdem sich die Feldberginitiative eingeschaltet hat – die Gemeinde endlich tätig geworden ist. In der anschließenden Diskussion zeigte sich jedoch auch, daß viele diese Maßnahmen als „halbherzig“, ja sogar als kontraproduktiv ansehen. Die kurze Temporeduzierung und die Radaranlagen würden nur dazu führen, daß die Verkehrsteilnehmer an diesen Stellen kurz abbremsen und anschließend lautstark hoch beschleunigen würden. Gerade bei Motorrädern sei das hochtourige Beschleunigen kilometerweit zu hören und mache eine Unterhaltung im Freien beinahe unmöglich. Viele Bürger nahmen die Informationsveranstaltung zum Anlaß, ihr Unverständnis über das zögerliche Vorgehen der Behörden gegen die Motorradraser zu zeigen. Viele fühlten sich von den Behörden im Stich gelassen; Beschwerdebriefe würden oft gar nicht oder nur ausweichend beantwortet. Dies wollte ein Vertreter der Gemeinde, der Vorsitzende des Ausschusses für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt der Gemeinde Schmitten, so nicht stehen lassen. Er verwies darauf, daß die Gemeinde bereits erste Maßnahmen ergriffen habe. Für eine generelle Tempobegrenzung auf der Kanonenstraße wären ihr allerdings die Hände gebunden. Die anwesenden Bürger forderten die Gemeinde auf, die von der Feldberginitiative geforderten Maßnahmen gegenüber den zuständigen Behörden aktiv zu unterstützen. Ein weiterer Punkt, der hitzig diskutiert wurde, war die mangelhafte Präsenz der Polizei auf den Straßen rund um den Feldberg. Gerade am Wochenende und in den Abendstunden ist von der Polizei nichts zu sehen, obwohl in dieser Zeit die meisten Motorradraser unterwegs sind. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit, um verschiedene Strategien zu erörtern, wie die Polizei zu einem aktiven Einschreiten gebracht werden könnte. Die Feldberginitiative wird die Vorschläge aufgreifen und in den nächsten Wochen zu einem Treffen einladen, bei dem konkrete Aktionen geplant und vorbereitet werden sollen. |