Zwei tote Motorradfahrer innerhalb von einer Woche
Am Wochenende ist wieder ein Motorradfahrer am Feldberg tödlich verunglückt. Der zweite Biker innerhalb einer Woche. Die Bildzeitung fragt sich zurecht, wieviele denn noch sterben müssen, bis jemand handelt.

Auch wir von der Feldberginitiative haben in vielen Schreiben diese Frage an die zuständigen Politiker und Behörden gestellt und appelliert, mit der Umsetzung der vom „Runden Tisch“ vorgeschlagenen Maßnahmen umgehend zu beginnen. Viele Maßnahmen, die der Anfang Juli vom Landrat Krebs einberufenen Expertenkreis aus Politikern und Behördenvertretern erarbeitet hat, wie Tempolimits und Geschwindigkeitskontrollen, sind schnell und einfach umzusetzen. Ein längeres Zuwarten und Aussitzen dieses Problems, möglicherweise bis zum Ende des Sommers, ist nicht hinnehmbar.

An jedem schönen Wochenende kommen die Raser (auch solche auf vier Rädern) aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet in die Feldbergregion. Darunter sind auch viele junge oder jung gebliebene Biker mit übermotorisierten Rennmaschinen, bereit sich und das Leben anderer zu gefährden. Oft kommt es zu kritischen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern, Radfahrern und Wanderern. Die vielen Toten sind nur die traurigen Höhepunkte dieses Treibens. Für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer am Feldberg bedeuten diese Unfälle eine erhebliche Belastung, für die Familien und Angehörigen der Unfallopfer oft großes Unglück.

In der Folge des Unfalls am vergangenen Wochenende war die Kanonenstraße wieder über Stunden gesperrt, wie so oft in diesem Jahr nach einem Motorradunfall. Viele Verkehrsteilnehmer saßen stundenlang fest. Vor allem Busfahrer können nicht wenden und sind gezwungen, mit ihren Fahrgästen bis zur Aufhebung der Sperrung am Unfallort zu verharren. Anwohner und Verkehrsteilnehmer, die die Unfälle oft life miterleben müssen, erleiden zum Teil erhebliche Traumatisierungen. Auch die Folgen für die Familien und Angehörigen dieser meist jungen Männer müssen schrecklich sein. Wir fordern die Politik und die Behörden eindringlich auf, die vom "Runden Tisch" beschlossenen Maßnahmen nun unverzüglich umzusetzen und diesem Spuk ein Ende zu bereiten.

Schmitten, im August 2009